Rezension "Goddess of Poison - Tödliche Berührung"

Goddess of Poison
- Tödliche Berührung

Melinda Salisbury
(c) privat
1/3
Melinda Salisbury lebt im Süden Englands am Meer. Als Kind war sie davon überzeugt, dass das Buch Matilda von Roald Dahl ihre Biografie war. Zu diesem Irrtum maßgeblich beigetragen hat ihr Großvater, der Melinda in seiner Zerstreutheit oft „Matilda“ nannte. Zu ihrem Bedauern hat sie selbst nie telekinetische Fähigkeiten entwickelt. Melinda liebt es zu reisen und Abenteuer zu erleben. Außerdem mag sie mittelalterliche Burgen, nicht-mittelalterliche Aquarien, Richard III. und alles, was aus Skandinavien kommt. The Sin Eater’s Daughter ist ihr erster Roman.  Quelle

Website der Autorin!

„Goddess of Poison - Tödliche Berührung“ ist der Auftakt der „The Sin Eater’s Daughter“ - Trilogie.

Erster Satz:
„Es sind keine Gefangenen hier, aber ihre Schreie höre ich dennoch.“

Klappentext:
Die siebzehnjährige Twylla ist kein Mädchen wie jedes andere: Sie ist die Verkörperung der Großen Göttin und wird als solche im ganzen Land verehrt - außerdem ist es ihr bestimmt, einmal den Kronprinzen zu heiraten. Doch ihr göttliches Schicksal bringt auch eine schreckliche Verpflichtung mit sich: Jeden Monat muss sie tödliches Gift trinken, gegen das nur sie, als göttliche Inkarnation, immun ist. Doch jeder, der Twylla berührt, wird von dem Gift infiziert und stirbt.

Twylla ist der einsamste Mensch der Welt. Wer kann schon ein Mädchen lieben, das regelmäßig Verbrecher und Verräter durch seine Berührung hinrichtet? Vor der alle erschrocken zurückweichen, sobald sie einen Raum betritt? Sogar der Kronprinz, der ja einmal ihr Mann werden soll, meidet sie. Doch alles ändert sich, als Twylla ein neuer Wächter zur Seite gestellt wird. Mit frechem Grinsen und unangemessenen Bemerkungen zieht der junge Mann alles, woran Twylla geglaubt hat, in Zweifel. Ist ihre Heirat mit dem Prinzen wirklich vom Schicksal vorherbestimmt? Ist sie tatsächlich die Verkörperung einer Gottheit? Und nicht zuletzt: Was hat es mit dem schrecklichen Gift auf sich, das auf alle, außer auf Twylla, eine tödliche Wirkung hat?

Nach und nach deckt Twylla mit Hilfe ihres charmanten Beschützers eine mörderische Intrige auf, die die Grundfesten des gesamten Landes Lormere ins Wanken bringt …

Cover:
Das Cover hat mich sehr angesprochen und war einer der Hauptgründe, warum ich mir das Buch gerne genauer anschauen wollte. Die Farben sind sehr intensiv und vor allem das giftige Grün sticht hervor, das wunderbar zum Inhalt des Buches passt. In einem Flakon treibt eine junge Frau in rot und man fragt sich unweigerlich, wer sie ist und was es mit ihr auf sich hat. Das Cover finde ich persönlich total ansprechend, sehr stimmig und im Nachhinein auch sehr passend zum Inhalt des Buches. Ich bin schon sehr auf die übrigen Cover der Trilogie gespannt und hoffe, dass sie mir ebenso sehr gefallen werden.


Meinung:
An dieser Stelle meinen herzlichsten Dank an Bloomoon für das Rezensionsexemplar.

(c) Bloomoon Verlag
Die Geschichte erfahren wir aus Sicht der siebzehnjährigen Twylla. Sie ist kein normales Mädchen, denn Twylla ist die Verkörperung der Großen Göttin, der gottgleichen Daunen, und wird als solche im ganzen Land verehrt und gefürchtet. Nicht nur, dass es ihr bestimmt ist, den Kronprinzen zu heiraten, den sie kaum kennt, zudem birgt ihre Verkörperung einen tödlichen Fluch. „Jeden Monat muss sie tödliches Gift trinken, gegen das nur sie, als göttliche Inkarnation, immun ist. Doch jeder, der Twylla berührt, wird von dem Gift infiziert und stirbt.“  Sie führt ein Leben, von dem sie bis vor ein paar Jahren nichts geahnt hat und erst nach und nach lichtet sich der Vorhang und eine unglaubliche Wahrheit kommt ans Licht …
Ich bin ehrlich gesagt nicht wirklich warm geworden mit Twylla. Besser gesagt ist sie mir in diesem ersten Band etwas zu blass geblieben. Sie führt ein wirklich einsames Leben, denn aufgrund ihrer Verkörperung der Großen Göttin und der damit verbundenen Tödlichkeit, lebt sie stets darauf bedacht, niemandem zu nahe zu kommen. Und auch die Bewohner des Schlosses sind sehr darauf bedacht, den Abstand zu wahren. Sie fügt sich in ihr Schicksal, als Verkörperung der Großen Göttin auserwählt worden zu sein und hinterfragt wirklich nichts. Sie nimmt alles hin. Seien es nun die schrecklichen Aufträge der Königin, die Abschottung oder die Grausamkeiten. Das hat mich persönlich etwas gestört. Denn dadurch hatte man als Leser es wirklich sehr schwer, die Person hinter der Reinkarnation zu sehen. Erst ganz zum Schluss ist Twylla etwas „aufgewacht“ und hat damit begonnen, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Ich bin sehr gespannt darauf, was wir von ihr im nächsten Band sehen werden. Denn ich denke, dass sie jetzt erst richtig loslegen wird. Ich werde ihr auf jeden Fall noch eine Chance geben.
Ihr zur Seite steht der geheimnisvolle Lief. Er ist fremd in dem Königreich und schafft es dennoch, Twylla als Wache zugeteilt zu werden. Er ist unvorsichtig und nimmt die Tödlichkeit von Twylla nicht ernst. Mit seiner lockeren und erfrischenden Art schafft er es, Twylla ein ums andere Mal aus ihrem Schneckenhaus zu holen und sie tatsächlich auch zum Denken anzuregen. Ich fand ihn für Twylla sehr passend, aber auch mit ihm bin ich nicht wirklich warm geworden. Vielleicht, weil mir seine Beweggründe Twylla gegenüber nicht ehrlich vorkamen (was ja auch gewollt war). Trotzdem ist er ein sehr interessanter Charakter, auf den ich im nächsten Teil auch schon sehr gespannt bin. Ich frage mich, welche Rolle er dann einnehmen wird.
Auch die übrigen Charaktere im Buch, wie z.B. die Königin oder Twyllas Mutter, sind alle sehr interessant und haben mir persönlich im Moment noch besser gefallen, als unsere Protagonistin. Mit ganz viel List, Charme und Kreativität hat die Autorin die Charaktere in die Geschichte verwoben und bietet jedem Raum, für seine eigene Geschichte. Ich bin sehr gespannt darauf, wen wir im nächsten Teil kennenlernen werden und wie sich die Charaktere weiter entwickeln werden.

Die Welt, in der Twylla lebt, hat mir sehr gut gefallen. Das Königreich Lomere hat seine ganz eigenen Regeln, seine eigene Königsfamilie und seinen ganz eigenen Glauben. Eine dunkle Königin, die es weiß, geschickt die Fäden im Hintergrund zu ziehe. Eine tödliche Verkörperung der gottgleichen Daunen, die das Gleichgewicht in der Welt wieder herstellen soll. Längst vergessene Legenden über einen schlafenden Prinzen, Götter und ihre Nachkommen. Dazu jede Menge Verrat, Gift und Emotionen.
Wir tauchen sofort ein in die Welt von Lomere, aber ich muss gestehen, dass ich erst ganz am Ende des Buches einen ersten richtigen Eindruck von dem Königreich bekommen habe. Für meinen Geschmack haben wir uns etwas zu sehr in den Gemächern von Twylla aufgehalten und sie ein wenig zu oft beim sticken, zeichnen oder sonstigen Beschäftigungen begleitet. Die Autorin hätte gerne mehr von Lomere mit einbauen dürfen, denn für mich kam die Welt etwas zu kurz, gerade weil sie mir eigentlich gut gefallen hat. Ich hoffe einfach, dass wir im zweiten Band mehr von allem erfahren werden.

Die Liebesgeschichte zwischen Twylla und Lief hat mir ganz gut gefallen. Twylla, deren Haut absolut tödlich ist, ist es gewohnt, die Menschen in ihrem Umfeld auf Abstand zu halten, um sie nicht zu  gefährden. Als sie dann eines Tages einen neuen Wächter bekommt, der sie anders behandelt, als alle zuvor, gerät ihre Entschlossenheit ins Wanken. Denn er lässt ihr Herz entflammen. Aber ist er wirklich der, für den er sich ausgibt? Und dann wäre da noch der Kronprinz, dem Twylla versprochen ist und der ihr ganz Lomere zu Füßen legen möchte. Koste es, was es wolle.

Den Schreibstil der Autorin kannte ich bis zu diesem Buch noch nicht und ich muss sagen, dass er sehr angenehm war. Sehr locker, flüssig und gefühlvoll erzählt uns die Autorin Twyllas Geschichte, die dunkler und düsterer ist, als es das bunte Cover vermuten lässt. Für meinen Geschmack hätte die Geschichte gerne mehr Tempo aufnehmen können. Sie plätscherte für mich dahin und nahm erst auf den letzten Seiten so richtig Fahrt auf. Das Ende hat mir dann auch wirklich gut gefallen und ich hätte gerne gleich weitergelesen. Deswegen werde ich, obwohl ich ein paar Kritikpunkte hatte, auf jeden Fall zum zweiten Band greifen.

REIHE
26625494 31291543
ESHORT
31303411
0,5
„Goddess of Poison - Tödliche Berührung“ war für mich ein solider Auftakt, der mit einer interessanten Idee und einer giftigen Welt punkten konnte. Obwohl ich ein paar Kritikpunkte hatte, kann ich das Buch trotzdem nur weiterempfehlen. Es ist die Geschichte von Twylla, der gottgleichen Daunen mit todbringender Haut, die in einer Welt gefangen ist, die von Verrat und Intrigen beherrscht wird. Wenn ihr wissen wollt, was es mit Twylla, Lomere und dem schlafenden Prinzen auf sich hat, solltet ihr unbedingt zum Buch greifen und es versuchen.

Lg
Levenya

Verlag
 
Vielen DANK für ein Rezensionsexemplar!
Hier kaufen!

Fakten:
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: bloomoon (19. September 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3845815132
ISBN-13: 978-3845815138
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre

Originaltitel: The Sin Eater's Daughter
Preis:
17,99€

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen