Rezension "Survive the night"

Survive the night

Danielle VegaDanielle Vega verbrachte ihre Kindheit versteckt unter ihrer Bettdecke, während ihre Mutter Geschichten aus Stephen-King-Romanen nacherzählte, anstelle von Märchen über Prinzessinnen und Zwerge. Jetzt, als Erwachsene, kann sie an einer Hand abzählen, wie oft sie wirklich vor etwas Angst hatte. Danielle Vega hat zahlreiche Preise erhalten, für Belletristik wie auch Sachliteratur, darunter die Nominierung für den Pushcart Prize 2009 für ihr Buch "Drive". Sie lebt in Brooklyn. In Deutschland erschien bereits ihr Roman "Die Unbarmherzigen". Quelle

Website der Autorin!

Erster Satz:
„Es stimmt nicht, dass tote Menschen so aussehen, als würden sie schlafen.“

Klappentext:
Wir werden alle sterben ...

Casey hat gerade einen Drogenentzug hinter sich und lässt sich von ihrer Freundin Shana überreden, auf eine der legendären illegalen »Survive the night«-Parties mitzukommen. Die findet in einem stillgelegten U-Bahn-Tunnel statt und die Stimmung ist gigantisch. Bis Julie, ein Mädchen aus ihrer Clique, tot aufgefunden wird. Grausam zugerichtet. Casey, Shana und ihre Freunde sind schockiert. Sie wollen fliehen. Denn der Mörder scheint unter ihnen zu sein. Schon gibt es ein neues Opfer. Die Panik steigt. Wer oder was ist hinter ihnen her? Und wird Casey diese Nacht überleben? 

Ein unfassbar aufwühlender Psycho-Horror-Thriller in bester Stephen King-Tradition! Nervenzerfetzend, überraschend – genial!

Cover:
Das Cover finde ich irgendwie cool und ist mal etwas ganz anderes. Der Hintergrund sieht aus wie eine Collage. Groß darauf in einer knalligen Farbe ist der Titel zu sehen, unter dem ein auffälliger Totenkopf prangt. Sehr stimmig und die Atmosphäre spricht mich total an. Es passt auch im Nachhinein, wie ich finde, sehr schön zum Inhalt des Buches. Mich hat es neugierig gemacht und ich wollte sofort die Geschichte hinter dem spannenden Titel und dem Totenkopf erfahren.


Meinung:
An dieser Stelle meinen herzlichsten Dank an Gulliver von Beltz&Gelberg und Blogg deinBuch für das Rezensionsexemplar. 

Die Geschichte wird uns aus Sicht von Casey erzählt, die nach einem Drogenentzug wird nach Hause kommt und krampfhaft versucht, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Auch ihre Eltern setzen alles daran, dass sie sich wieder ihrem alten Freundeskreis zuwendet und zu sich selbst zurückfindet. Doch Casey fühlt sich ungerecht behandelt und fehl am Platz zwischen ihren Ex-Freundinnen. Als dann ihre Freundinnen auftauchen, von denen ihre Eltern sie so verzweifelt fernhalten wollen, kann Casey nicht widerstehen und geht mit ihnen mit. Sie landen auf einer geheimen Party in der Kanalisation, genannt „Survive the night“, wo es nicht nur Drogen gibt, sondern auch Menschen verschwinden. Es kursier das Gerücht, ein Mörder würde dort unten umgehen. Doch es scheint, als wäre es nichts weiter, als ein Gerücht. Bis eine von Caseys Freundinnen verschwindet und der Albtraum beginnt …
Casey hat perfekt in die Geschichte gepasst, auch wenn sie mir nicht unbedingt sympathisch war, so war sie auf jeden Fall authentisch. Auch nach ihrem Drogenentzug will sie sich nicht eingestehen, dass sie ein Drogenproblem hat und ist fest davon überzeugt, dass ihre Eltern überreagiert haben. Sie lässt sich von ihrer besten Freundin Shana so ziemlich alles gefallen, was ich persönlich nicht nachvollziehen konnte und beginnt erst ganz zum Schluss, wo schon fast alles zu spät ist, zu erkennen, was wirklich Sache ist und wie sie ihr Leben weiter leben will.
Ihr zur Seite steht ihr Exfreund Sam, der sich zwar von Casey getrennt hat, sie aber eigentlich immer noch liebt. Wäre da nicht Caseys Drogenproblem und den Fehler, den Sam begannen hat. Während der schrecklichen Ereignisse auf der Party „Survive the night“ kommen sie die beiden näher, doch da ist es schon fast zu spät …
Die Charaktere waren alle ganz wunderbar gezeichnet. Sehr individuell und authentisch. Sie passten perfekt in die Geschichte und haben den Verlauf stetig vorangebracht. Auch wenn mir die Protagonistin nicht sehr sympathisch war, war sie dennoch die perfekte Protagonistin für diese Geschichte.

Ich war nach dem Klappentext wirklich sehr gespannt auf die Geschichte, die einen sehr nervenaufreibenden Thriller erwarten ließ. Die Atmosphäre ist über das ganze Buch hinweg auch wirklich knisternd, spannend und lässt einen stellenweise den Atem anhalten, vor Aufregung. Trotzdem ist es kein Thriller, wie ich ihn vermutet hätte. An dieser Stelle werde ich nicht näher darauf eingehen, um nicht zu spoilern. Das Verschwinden der Menschen, die Morde und das Geheimnis um den Mörder habe ich persönlich ganz anders erwartet. Die Aufklärung über den Mörder konnte mich so gar nicht überzeugen und für meinen Geschmack blieben einfach zu viele Fragen offen. Für mich war es etwas zu abgedreht. Okay, das passt natürlich zu den Drogen, die eine zentrale Rolle in diesem Buch spielen und ich bin auch davon überzeugt, dass die Autorin das genauso beabsichtigt hat, aber mich konnte es einfach nicht überzeugen.

„Wir werden alle sterben." 

Auch die Liebe kommt nicht zu kurz und das, obwohl so viel Action drum herum passiert. Casey ist immer noch in ihren Exfreund Sam verliebt und auch er scheint nicht ganz über sie hinweg zu sein. Auf der Party „Survive the night“ kommen sie sich wieder näher, doch dann erfährt Casey von Sams Fehler und ihr Herz bricht. Als wäre das nicht schon genug, bricht über ihnen das Chaos aus und ein Kampf um das nackte Überleben beginnt. Wird ihre Liebe eine Chance bekommen?
Ich fand es sehr charmant, neben den gruseligen und spannenden Momenten ein wenig Liebe zu erleben. Doch hätte ich mir ein anderes Ende für die beiden gewünscht.

Den Schreibstil der Autorin kannte ich bis zu diesem Buch noch nicht und ich muss sagen, dass er mir gut gefallen hat. Sehr bildhaft, spannend und detailliert erleben wir die Geschichte von Casey. Wir werden in eine abgedrehte Untergrundwelt voller Drogen, Party und einem Mörder entführt. Die Geschichte startet sofort und  man ist mitten drin in Caseys Leben nach dem Drogenentzug. Trotzdem hatte ich Zwischendurch Leseabschnitte, die mich nicht überzeugen konnten und vor allem die Auflösung war für mich zu abgedreht.

„Survive the night“ war eine spannende Geschichte, die vor allem mit der sehr passenden Protagonistin punkten konnte.  Eine abgedrehte Untergrundwelt voller Drogen, Party und einem Mörder. Auch wenn ich ein paar Kritikpunkte hatte und mir vor allem die Auflösung nicht gefallen hat, war es alles in allem eine spannende und nervenaufreibende Geschichte, die ich jedem ans Herzen legen kann, der mal einen Thriller der ganz anderen Art  lesen möchte.

Lg
Levenya

Verlag
 Gulliver von Beltz & Gelberg

Vielen DANK für ein Rezensionsexemplar!
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Fakten:
Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
Verlag: Gulliver von Beltz & Gelberg
Auflage: Deutsche Erstausgabe (11. Juli 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3407747314
ISBN-13: 978-3407747310
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Originaltitel: Survive the night
Preis: 14,95€

Kommentare:

  1. Hallo Levenya,

    tja, die Rezis dazu sind allesamt nicht so berauschend... Und das Buch liegt an 1. Stelle auf meiner Leseliste, weil es ein Reziexemplar ist. Irgendwie habe ich schon keine große Lust mehr, das Buch zu lesen. Vor allem, weil es mit Stephen King verglichen wird, aber angeblich überhaupt nicht an ihn ran kommen soll... :-/

    Lieben Gruß
    Steffi

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    1. Hey du :)
      Vielleicht überrascht dich das Buch ja positiv. Ich hbae mir etwas vollkommen anderes darunter vorgestellt. Mir hat die Entwicklung des Buches einfach nihct so gefallen ...

      Ich bin gespannt, wie du es finden wirst :)

      Lg
      Levenya

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  2. Hi :D

    Ich habe das Buch auch von Blog Dein Buch bekommen und fand es ähnlich wie du. Die ganzen Entwicklungen haben mir auch so gar nicht gefallen! Die Auflösung fand ich irgendwie einfach nur seltsam! ;(

    Liebe GRüße
    Jessi

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    1. Hey,
      ja, die Auflösung war wirklich seltsam und hat mir persönlich überhaupt nicht zugesagt. Schade. Aber man kann ja auch nicht alles immer gut finden :)

      Lg
      Levenya

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