Rezension "Träume der Finsternis"

Träume der Finsternis

Annika Dick
© Patric Dressel
Annika Dick wurde am 23. Februar 1984 geboren und nennt noch heute das Nordpfälzer Bergland ihre Heimat. Nach dem bestandenen Abitur absolvierte sie eine Ausbildung zur Fremdsprachen-korrespondentin und arbeitet heute in der IP-Abteilung einer Wirtschaftskanzlei. Das Erzählen und Niederschreiben von Geschichten hat sie seit ihrer Kindheit nicht losgelassen. In den letzten Jahren präsentierte sie ihre Prosa vor allem in Anthologien, während sie ihren Debütroman »Träume der Finsternis« beendete. Quelle

Website der Autorin!

Erster Satz:
„Die ersten Feuerwerkskörper explodierten bereits am Himmel.“

Klappentext:
Dagny und Dhelia sind wie Sommer und Winter, Tag und Nacht, Verstand und Gefühl. Niemand würde auf den ersten Blick vermuten, dass die beiden 17-Jährigen Zwillingsschwestern sind, und doch sind sie so unzertrennlich und einander zugehörig wie die Elemente, die sie verkörpern: Licht und Schatten. Erst als Dhelia dem undurchsichtigen Mo begegnet und ihm langsam zu vertrauen beginnt, zerbricht das gute Verhältnis zwischen den beiden Schwestern. Denn Mo ist ein Dämon, ein Traumwandler, noch dunkler als Dhelia selbst, und Dagny traut ihm nicht über den Weg. Schon gar nicht, seit sie von der Prophezeiung weiß…

Cover:
Das Cover finde ich wunderschön und ist ganz nach meinem Geschmack. Zu sehen sind die Gesichter von zwei jungen Mädchen, die je eine Hälfte des Gesichtes zeigen und somit ein Ganzes ergeben. Die beiden Mädchen auf dem Cover könnten unterschiedlicher nicht sein. Die eine hell, die andere dunkle. In der Mitte des Covers ist wunderschön verziert der Titel zu lesen. Sehr stimmig und die Atmosphäre spricht einen total an. Es passt auch im Nachhinein, wie ich finde, sehr schön zum Inhalt des Buches. Dieses Cover macht neugierig auf mehr und man möchte unbedingt erfahren, was es mit den Mädchen auf sich hat. Mir gefällt es unglaublich gut.


Meinung:
Die Geschichte erfahren wir aus Sichten unserer beiden Protagnisten Dagny und Dhelia. Die beiden sind Zwillingsschwestern, aber nicht nur das. Sie sind ganz besondere Zwillinge, wovon ich an dieser Stelle noch nicht allzu viel verraten möchte. Nur so viel sei gesagt, die beiden Schwestern verkörpern die Gegenteile. So ist Dagny, die Helle, das Licht und Dhelia, die Dunkle, die Finsternis. Zusammen sollen sie das Gleichgewicht der Welt wahren.
Die Dagny ist die impulsivere der beiden Schwestern. Sie muss immer etwas unternehmen, liebt den Sommer, das Licht und strebt überall nach Perfektion. Ich bin mit ihr nicht wirklich warm geworden. Dabei kann ich gar nicht genau sagen, woran das lag. Sie wirkte auf mich zu engstirnig, obwohl sie eigentlich nichts mehr will, als ihre Schwester, die sie über alles liebt, zu beschützen.
Ihre Schwester Dhelia fand ich auf Anhieb sehr viel sympathischer. Sie ist die ruhigere der beiden, zieht sich mehr zurück und denkt nach. Sie trägt eine schwere Last, hadert deswegen aber nicht mit ihrem Schicksal. Das fand ich sehr sympathisch.  
Alle Charaktere sind sehr interessant, kreativ und liebevoll ausgearbeitet worden. Wie z.B. der Wissenschaftler Mo, der Dämon, oder Alex, der beste Freund der Schwestern. Obwohl die Charaktere alles sehr passend für die Geschichte ausgearbeitet worden sind, ist mir dennoch niemand total im Gedächtnis geblieben. Warum auch immer.

Die Welt, welche die Autorin erschaffen hat, hat mir ganz gut gefallen und ist auf jeden Fall sehr fantasievoll, kreativ und vielschichtig ausgearbeitet worden. Dagny und Dhelia leben in einer ganz normalen Welt, gehen zur Schule, haben Karateunterricht und arbeiten nebenbei in einem Buchladen. Alles könnte ganz normal sein, wenn die beiden Zwillingsschwestern nicht ganz besondere Schwestern wären, die magische Kräfte besitzen und die Welt im Gleichgewicht halten müssen. Sie müssen sich mit Dämonen, Elfen und anderen magischen Wesen auseinander setzen. Für meinen Geschmack wurde in die Geschichte zu viel hineingepackt und bekam nicht genügend Raum, um gewürdigt zu werden. Es ist zu viel zu schnell passiert und das Ende kam dann ganz plötzlich. Außerdem waren mir manche Dinge, die ich an dieser Stelle nicht verraten werde um nicht zu spoilern, zu offensichtlich und vorhersehbar. Da hätte ich mir einfach ein wenig mehr Spannung gewünscht. Das Buch könnte in sich abgeschlossen sein, aber ich finde es bleiben noch einige Fragen offen, sodass es Potential für eine Fortsetzung geben würde.
Auch wenn ich ein bisschen was zu meckern hatte, ist das aber nur auf meinen persönlichen Geschmack zurückzuführen. Also lasst euch bitte nicht abschrecken.

Den Schreibstil der Autorin kannte ich bis zu diesem Buch noch nicht und ich muss sagen, dass er mir gut gefallen hat. Angenehm leicht, flüssig und wunderbar bildlich erzählt uns Tanja Bern die Geschichte von Dagny&Dhelia. Auch wenn ich ein paar Kritikpunkte hatte, würde ich trotzdem erneut zu einem Buch der Autorin greifen.

„Träume der Finsternis“ war für mich eine solide Geschichte, die vor allem mit der tollen Schwesterndynamik punkten konnte. Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem empfehlen, der in eine Welt der Gegensätze, der Magie eintauchen möchte und zudem einen Kampf gegen das Schicksal führen will. Tolle Charaktere, eine kreative Idee und bildhaftes Setting! Lasst euch nicht von meiner Kritik abschrecken, sondern lasst euch ein auf das Abenteuer von Dagny&Dhelia und wählt eine Seite: das Licht oder die Finsternis.

Lg
Levenya

 
Verlag
 
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Fakten:
Format: Kindle Edition
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 221 Seiten
Verlag: Impress
Sprache: Deutsch
Preis: 3,99€

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