Rezension "Steelheart"

Steelheart

Brandon Sanderson
© Nazrilof
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Brandon Sanderson, 1975 in Nebraska geboren, schreibt seit seiner Schulzeit phantastische Geschichten. Er studierte Englische Literatur und unterrichtet Kreatives Schreiben. Sein Debütroman »Elantris« avancierte in Amerika auf Anhieb zum Bestseller. Seit seinen »Kinder des Nebels«-Romanen und seinen Sturmlicht-Chroniken gilt Brandon Sanderson auch in Deutschland als einer der neuen Stars der Fantasy. Der Autor lebt mit seiner Familie in Provo, Utah. Quelle

„Steelheart“ ist der Auftakt  der „Reckoners-Trilogie“.

Website des Autors!

Erster Satz:
Ich habe Steelheart bluten sehen.“

Klappentext:
Selbst der stärkste Gegner ist verwundbar – du musst nur wissen, wo

Als David sechs ist, zerstört eine gewaltige Explosion die Welt, die er kannte. Einige der Überlebenden erlangen Superkräfte, die sie dazu nutzen, sich die übrigen untertan zu machen. Als David acht ist, muss er miterleben, wie einer dieser Superhelden, ein gewisser Steelheart, seinen Vater ermordet. Von da an kennt David nur ein Ziel: herauszufinden, warum sein Vater sterben musste. Und ihn zu rächen. Er schließt sich einer Untergrundbewegung an, die die Herrschaft der scheinbar unbesiegbaren Superhelden bekämpft. David ahnt, dass sogar der mächtige Steelheart eine Schwachstelle hat. Er muss sie nur entdecken. Doch das bunt zusammengewürfelte Grüppchen der Widerstandskämpfer muss sich erst zusammenraufen. Und nicht jeder billigt Davids Plan, Jagd auf Steelheart zu machen …

Cover:
Das Cover finde ich sehr schön gestaltet und es hat mich sofort angesprochen. Zu sehen ist ein junger Mann von hinten, der wohl für unseren Protagonisten steht. Er steht inmitten von Trümmern und Stahl.
Es ist ein düsteres Cover, das ganz toll zur Stimmung des Buches sowie zum Titel und zum Inhalt passt. Mir gefällt es ausgesprochen gut und auch die weiteren Cover der Trilogie sind sehr schön. Zudem passen sie sehr gut zusammen.


Buchtrailer

Meinung:
Dieses tolle Buch hat mir die liebe LUNA ausgeliehen. Vielen Dank noch mal an dieser Stelle :) Schon mal vorweg, ich LIEBE Superhelden und war sehr gespannt darauf, wie Brandon Sanderson böse Superhelden ins Spiel bringt. Hier die Hintergrundgeschichte.

Mit dem Erscheinen des roten Sterns "Calamity" am Himmel der Welt entwickelte ein Teil der Menschheit Superkräfte. Von kleinen und schwachen Effekten bis hin zu übermächtigen Fähigkeiten. Die neuen Superwesen nutzen ihre Kräfte allerdings nicht fürs Gute und die übrige Menschheit ist ihnen hilflos ausgeliefert.  In Kämpfen der Menschheit gegen die mächtigen "Epcis" und der "Epcis" untereinander ging die weltweite Zivilisation, so wie wir sie kennen, unter. In den Resten der USA endeten die Auseinandersetzungen schließlich mit dem Kapitulationsgesetz:
EPICS standen künftig über dem Gesetz und durften tun und lassen was sie wollten.
Nur eine kleine Zahl von Freiheitskämpfern - die Rächer (Reckoners) - wehrt sich noch und unternimmt Anschläge auf Epics. Zwar hat jeder Epic eine Schwäche, die seine Superkräfte wirkungslos macht - aber diese Schwächen kennt oft niemand und sie sind kaum herauszufinden. Erst recht nicht, wenn die Epics alles tun, um diese zu verbergen.

Die Geschichte erfahren wir aus Sicht von David. In einem kurzen Prolog erfahren wir, wie David mit acht Jahren seinen Vater verloren hat und wie er das erste Mal Steelheart gesehen hat.
Im Hauptteil ist David bereits Volljährig und setzt alles daran, Steelheart auszuschalten und Rache zu nehmen. Fieberhaft sucht er nach der einen Schwäche Steelhearts und schließt sich bald den Freiheitskämpfern an.  Er ist ein sehr kluger junger Mann, der von Ehrgeiz und Rache angetrieben wird. Den Verlust seines Vaters hat er nie richtig verwunden und gibt sich selbst die Schuld daran. Erst nach und nach lernt er, auch für sich selbst zu leben und nicht nur für die Rache. Schnell bilden die Freiheitskämpfer eine Familie für ihn und er fühlt sich seit langem wieder dazugehörig. David war mir sympathisch, aber er hat mich noch nicht zu hundert Prozent von sich überzeugt. Aber ich bin sehr gespannt, wie er sich in den nächsten beiden Bänden macht.
Die übrigen Charaktere haben mir auch sehr gut gefallen. Die Epics sind alle ganz unterschiedlich und kreativ entworfen worden. Es gibt die unterschiedlichsten Fähigkeiten, Schwächen und Geheimnisse um die „Superhelden“. Auch die übrigen Charaktere, wie z.B. die Freiheitskämpfer, passten sehr gut und die Geschichte und haben sich besonders zum Ende hin stark entwickelt.

Im ehemaligen Chicago hat Steelheart - einer der mächtigsten Epics weltweit - die Macht als Imperator an sich gerissen. Er ist völlig unverwundbar, kann fliegen, Energiestrahlen werfen und riesige Mengen unbelebte Materie in Stahl verwandeln. Bei seiner Machtergreifung hat er einen Großteil der Stadt und des Lake Michigan in Stahl verwandelt.
Nach und nach erfahren wir, welche Epics Steelheart unterstützen, welche Geheimnisse die Superhelden und die Rächer (Reckoners) umgeben und welcher Preis bezahlt werden muss, um Steelheart zu stürzen. Die Grundidee des Buches hat mir ausgesprochen gut gefallen. Allerdings waren mir manche Stellen etwas zu langatmig und etwas mehr Tempo hätte mir besser gefallen. Vor allem zum Ende hin nahm das Tempo rasant zu, was mir sehr gut gefallen hat. Die Ereignisse überschlugen sich förmlich und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Nachdem, was sich am Ende ereignet hat, hätte ich am liebsten gleich weitergelesen.

Die Liebe kommt ebenfalls nicht zu kurz, spielt allerdings nur eine untergeordnete Rolle, was mir gut gefallen hat. David ist sofort hin und weg von der taffen Megan, die ihn jedoch sofort abblitzen lässt. Kaum hat er den Mut gefasst, ihr seine Gefühle zu gestehen, scheint es auch schon zu spät dafür zu sein. Als David dann noch Megans größtes Geheimnis entdeckt muss er sich entscheiden, ob seine Liebe zu ihr bestand hat oder nicht.
Für mich hat diese Liebesgeschichte auf jeden Fall ganz viel Potential und ich bin sehr gespannt, wie sie sich entwickeln wird.

Der Schreibstil des Autors Brandon Sanderson war mir bis zu diesem Buch noch nicht bekannt, aber er hat mir gut gefallen. Mit ganz viel Spannung (auch wenn es in diesem Teil einige Längen gab), Kreativität und vielen Geheimnissen hat er eine Welt von Superhelden geschaffen, welche die Menschheit nicht retten, sondern unterwerfen wollen. Mich hat er damit begeistern können!

REIHE
 
ESHORT

„Steelheart“ war für mich ein großartiger Auftakt zu der „Reckoners - Trilogie“. Ich kann diese Trilogie wirklich jedem empfehlen, der in eine Welt voller böser Superhelden, einem Kampf zwischen Gut und Böse eintauchen möchte und zudem die Rettung der Welt erleben will. Trotz einiger Längen hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich schon sehr auf die nächsten Teile. Tolle Charaktere, eine kreative Idee und ganz viel Spannung!

Im Oktober 2015 erscheint bereits der 2. Teil der Trilogie, Firefight“,  und im 2016 soll bereits der Abschlussband der Trilogie, „Calamity“ erscheinen, die ich kaum noch erwarten kann.

Lg
Levenya


Verlag
 
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Fakten:
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (9. Juni 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453268997
ISBN-13: 978-3453268999
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Steelheart
Preis: 17,99€

Kommentare:

  1. Das Buch war das erste, was ich von Brandon Sanderson gelesen habe. Ich kannte den guten Mann nicht einmal :D Und jetzt habe ich noch drei Bücher von ihm auf dem SuB. Die kauf ich inzwischen ohne den Klappentext zu lesen :D
    Lg Kerstin

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    1. Hey :)
      Es war auch mein erstes Buch von ihm und es hat mir wirklich gut gefallen. Ich werde bestimmt noch öfters zu einem Buch von ihm greifen :)

      Lg
      Levenya

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  2. Hey :-)
    Gerade habe ich " Der Rithmatist" von ihm gelesen, die Story hat mich zwar nicht so umgehauen, aber der Autor schon^^ Nun möchte ich bald noch ein Buch von Brandon Sanderson lesen, und ich glaube ich habe schon einen guten Kandidaten gefunden ;)
    Liebe Grüße
    Tanja

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