Rezension "Margos Spuren"

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© Marina Waters
John Green gehört zu den Popstars unter den jungen Autoren. Seine Bücher wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. mit der CORINE, dem Printz Award und dem Deutschen Jugendliteraturpreis.
Der 1977 geborene Autor studierte Englische Literaturwissenschaft und Vergleichende Religionswissenschaft. Schon mit seinem Debüt ›Eine wie Alaska‹ erlangte er Kultstatus unter den jugendlichen Lesern. Auch seine Jugendromane ›Die erste Liebe - nach 19 vergeblichen Versuchen‹ und ›Margos Spuren‹ wurden vielfach ausgezeichnet und fanden ein großes Echo beim Publikum und in der Presse. Mit ›Das Schicksal ist ein mieser Verräter‹ erstürmte John Green die Bestsellerlisten, gewann den Deutschen Jugendliteraturpreis und löste bei jugendlichen wie erwachsenen Lesern Begeisterung aus.
John Green ist außerdem begeisterter Blogger, der gemeinsam mit seinem Bruder die Vlogbrothers gegründet hat. Mit seiner Frau und seinen beiden Kindern lebt er in Indianapolis. Quelle

Website des Autors!

Erster Satz:
„Also, wie ich die Sache sehe, erlebt jeder irgendwann mal ein Wunder.“

Klappentext:
Finde mich! Finde dich!

Solange Quentin denken kann, ist Margo für ihn das begehrenswerteste Mädchen überhaupt - und unerreichbar. Doch dann steht Margo eines Nachts plötzlich vor seinem Fenster und bittet ihn um Hilfe: Er soll sie auf ihrem persönlichen Rachefeldzug begleiten und Freunden, die sie enttäuscht haben, einen Denkzettel verpassen. Quentin macht mit. Für eine Nacht wirft er alle Ängste über Bord. Doch am nächsten Morgen ist Margo verschwunden. Quentin sucht sie verzweifelt und findet Spuren, die ganz bewusst gestreut wurden. Es beginnt eine Reise zu einer Frau, die viel mehr ist, als er sich je erträumt hat, und zugleich ganz anders, als er je hat wahrhaben wollen.

Cover:
Ich habe die Ausgabe zum Film und vorne drauf sind die beiden Schauspieler zu sehen, die unsere Protagonisten Quentin und Margo verkörpern. Man sieht nur ihre Gesichter, einen blauen Himmel und den tollen Titel.
Ich mag die Filmausgabe sehr, schon allein weil Cara Delevingne, die Schauspielerin von Margo, ein ausgesprochen interessantes, aussagekräftiges und schönes Gesicht hat. Das vergisst man nicht und so ist Margo. Tolles Cover!


Buchtrailer

Kinotrailer

Meinung:
An dieser Stelle meinen herzlichsten Dank an dtv - das junge Buch für das Rezensionsexemplar.

Von John Green habe ich bereits mit großer Begeisterung und ganz viel Tränen Das Schicksal ist ein mieser Verräter gelesen. Deshalb stand für mich fest, dass ich unbedingt mehr von ihm lesen möchte. Da ja nun diesen Monat der Film bei uns anläuft, musste ich einfach mit „Margos Spuren“ weitermachen und ich wurde nicht enttäuscht!

© 2015 Twentieth Century Fox
 Quelle
Das Buch wird uns von Quentin Jacobson erzählt und wir beginnen mit einem kleinen Vorwort. In diesem erzählt er uns von seiner ersten Begegnung mit Margo Roth Spiegelman, ihren Abenteuern in der Kindheit und wie sie ihn das letzte Mal besuchte.
Ganze zehn Jahre später gehen die Erzählungen weiter. Quentin ist mittlerweile achtzehn Jahre alt und steht kurz davor seinen Schulabschluss zu machen. Obwohl er noch immer neben Margo wohnt und mit ihr das letzte Schuljahr besucht, haben die beiden keinen Kontakt mehr. Dabei ist er doch unsterblich in sie verliebt. Als sie dann eines Nachts bei ihm im Zimmer steht und ihn um seine Hilfe bittet, zögert er nicht lange und begibt sich auf ein Abenteuer, das ihn über sich hinauswachsen lässt. Ich war sofort ein Fan von Quentin. Mit seiner lockeren, vielleicht manchmal etwas zu korrekten Art, seinem Humor, seinem klugen Kopf und seiner Ehrlichkeit konnte ich seinem Charme einfach nicht wiederstehen. Er steht zu seinen Freunden, liebt seine Eltern und weiß schon ganz genau, was er mit seinem Leben anfangen möchte. Ganz anders als Margo, die alles möchte, nur kein „Plastikmädchen in einer Plastikwelt“ sein. Sie ist es, die Quentin dazu bringt, die Dinge anders zu sehen, etwas zu wagen, verrückt zu sein und die Freiheit zu genießen. Ich fand es toll, wie er in diesem Buch über sich hinauswächst, seinen Horizont erweitert und einfach zu sich selbst findet. Die Reise von Quentin war auch für mich ein Abenteuer, das ich gerne unternommen habe.
Margo ist die andere Protagonistin des Buches, auch wenn sie keine Erzählstimme hat. Dennoch dreht sich von der ersten bis zur letzten Seite alles um sie. Nach ihrem Verschwinden setzen Quentin und seine Freunde alles daran, sie wiederzufinden. Auch Margo mochte ich sofort. Sie ist frech, witzig, sehr klug und wordgewandt. Zudem ist sie einfach taff und Margo halt. Für mich ist sie ein einzigartiger Charakter, den man nicht so schnell in einem anderen Buch finden würde. Im Verlauf des Buches lernt Quentin Margo von einer ganz anderen Seite kennen und sein doch sehr einseitiges Bild von ihr aus der Kindheit bekommt ganz schnell Risse. Er muss erkennen, dass Margo ein sehr sensibler und ernster Mensch ist, der sich verloren und einsam fühlt. Sie hegt keinen größeren Wunsch als frei zu sein. Auch sie wächst über sich hinaus und lernt, sich selbst zu finden.
Die anderen Charaktere, wie Quentins Freunde Radar und Ben, Lacey, Margos Freundin oder die kleine Ruthie, haben mir ebenfalls alle sehr gut gefallen. John Green schafft es auch in diesem Buch wieder, seine Charaktere authentisch, sympathisch und erfrischend ehrlich zu kreieren. Er gibt seinen Charakteren eine Tiefe, die man in einem Jugendbuch nicht erwarten würde.

Die Geschichte um das Verschwinden von Margo ist ein einziges Rätsel, das Quentin und seine Freunde lösen wollen. Ich habe es sehr genossen, mit ihnen zusammen die Spuren zu finden, sie zu enträtseln und zusammen zu setzen. Besonders die literarischen Aspekte zu „Walt Withman“ haben mir sehr gut gefallen. Dadurch sind sie in ein Abenteuer geraten, das sie niemals vergessen werden. Sie haben Dinge über einander erfahren, die sie noch mehr zusammenschweißen und vor allem Quentin hat gefunden, wonach er all die Jahre gesucht hat.
Mir hat besonders das Ende sehr gut gefallen (auf das ich jetzt nicht näher eingehen werde!). Auch wenn ich es ein bisschen geahnt habe, war es doch eine Überraschung und ich finde es gut, dass es so geendet hat. Beide, sowohl Quentin wie auch Margo, haben etwas gesucht und finden am Ende mehr, als sie erwartet hätten. Eine großartige Suche!

Der Autor hat einen sehr klaren, eindrucksvollen und anschaulichen Schreibstil, der einen ziemlich nahe geht. Mit sehr viel Charme, Witz und Ernst erzählt uns John Green die Geschichte von Quentin und Margo. Es ist ein Geschichte über Freundschaft, das Leben, der unbändige Wunsch nach Freiheit und um zu sich selbst zu finden. Sie  lässt uns alle einen Moment inne halten, das Leben bewundern und, so hoffe ich, es noch mehr zu schätzen.

 „Margos Spuren“ war für mich ein großartiges Buch, das mit seinen authentischen und sympathischen Charakteren, der Moral und dem unbändigen Wunsch nach Freiheit punkten kann. Ich kann dieses tolle Buch jedem empfehlen, der ein Abenteuer erleben will, das seinesgleichen sucht, Spannung, Humor und Ernsthaftigkeit liebt und einfach Margo Roth Spiegelman kennen lernen will.  Dann seid ihr hier genau richtig. Mit John Green kann man gar nichts falsch machen!

Lg
Levenya

Verlag
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Vielen DANK für ein Rezensionsexemplar!
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Fakten:
Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: dtv (01. Juli 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-423-08644-8
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Paper Towns
Preis: 9,95€

1 Kommentar:

  1. Hallöchen Levenya,

    eine sehr schöne Rezension, ich fand das Buch auch wirklich toll.
    Ich hoffe es ist ok wenn ich deine Rezension bei mir verlinke:
    Margos Spuren Rezension
    Liebste Grüße,
    Nadine ♥

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