Rezension "Die Diviners - Aller Anfang ist böse"

Die Diviners
-      Aller Anfang ist böse

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© Ingalisa Schrobsdorff
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Libba Bray wuchs in einer texanischen Kleinstadt auf. Obwohl britischer Humor dort völlig unbekannt ist, mochte sie schon früh alles Englische - insbesondere das viktorianische Zeitalter. Darüber hinaus hatte sie auch schon als Kind eine Vorliebe für Gruselgeschichten. Und so schrieb sie bereits im Alter von gerade einmal zehn Jahren ihre erste Kurzgeschichte: über einen Vampir, der eine spärlich bekleidete Frau zerfleischt.
Seit damals gehört das Schreiben zu ihrem Leben. Sie sagt über sich selbst, dass sie depressiv und unausstehlich wird, wenn sie nicht schreibt. Insofern tut sie mit dem Schreiben nicht nur sich selbst sondern auch ihren Mitmenschen einen Gefallen. Eine Zeit lang hatte das Schreiben für sie vor allem therapeutische Funktion. Mit 18 Jahren war sie in einen schweren Autounfall verwickelt, bei dem ihr Gesicht zerstört wurde. Nach insgesamt 13 Operationen sieht man davon allerdings nichts mehr.
Mit 26 Jahren und einem Universitätsabschluss im Fach "Drama" verließ sie Texas, um nach New York zu ziehen und entdeckt zu werden. Zunächst landete sie aber in der Werbeabteilung eines großen Verlages. Und über diesen Weg lernte sie auch ihren zukünftigen Ehemann, Barry Goldblatt, einen der international wichtigsten Agenten für Kinder- und Jugendliteratur, kennen. Der unterstütze sie, weiter zu schreiben und gab auch den Anstoß für ihre erfolgreiche Trilogie ›Der geheime Zirkel‹. Libba Bray schaffte es damit auf Anhieb auf die Bestsellerliste der New York Times und landete einen internationalen Erfolg.
Heute lebt Libba Bray mit Mann und Kind in Brooklyn, New York. Im Gegensatz zu früher schreibt sie nun viel disziplinierter, da ihr nur noch die Stunden, in denen ihr Sohn in der Schule ist, bleiben. An sich selbst schätzt sie am meisten ihren Sinn für Humor, die Fähigkeit, zuhören zu können, sowie ihre Fantasie. Gar nicht dagegen mag sie ihre Angewohnheit, zu viel zu essen, ihre Selbstzweifel und den häufigen Gebrauch des F-Wortes. Quelle

„Aller Anfang ist böse“ ist der Auftakt  der „Diviners“- Reihe.

Website der Autorin!

Erster Satz:
„In einem vornehmen Stadthaus in der gefragten Upper East Side von Manhatten herrscht Festbeleuchtung.“

Klappentext:
Sie wandelt in deinen Träumen.
Sie kennt deine dunkelsten Geheimnisse.
Sie ist ein Diviner.

Evie O’Neill hat eine besondere Gabe: Sie kann Gegenständen die intimsten Geheimnisse ihrer Besitzer entlocken. Als sie diese Gabe auf einer Party zum Besten gibt und enthüllt, dass der reichste Erbe des Ortes eine Affäre mit einem Dienstmädchen hat, wird sie aus ihrer Kleinstadt in Ohio verbannt – zu ihrem Onkel Will, dem Direktor des Museums für Amerikanisches Volkstum, Aberglauben und Okkultes im aufregenden New York. Dort genießen Evie und ihre Freundin Mabel ausgiebig das Nachtleben und die Flirts mit attraktiven jungen Männern. Bis ein grausamer Ritualmord die Stadt erschüttert. Als die Polizei nicht mehr weiter weiß und ihren Onkel um Hilfe bittet, stecken Evie, Mabel sowie Wills junger Assistent Jericho und der mysteriöse Taschendieb Sam plötzlich mitten in den Mordermittlungen. Evie ist begeistert, dass sie ihre Gabe endlich einsetzen darf. Aber sie hat keine Ahnung, mit welch entsetzlicher Bestie sie es zu tun bekommt ….

Cover:
Das Cover ist ganz nach meinem Geschmack und war einer der Gründe warum ich mir das Buch genauer ansehen wollte. Zu sehen ist eine junge Frau, die wahrscheinlich für unsere Protagonistin Evie steht. Im Look der 30er Jahre mit düsteren Farben und einer Tarotkarte in der Hand. Zudem der sehr schön gestaltete Titel in der Mitte des Buches. Geschmückt wird alles von einem dazu passenden Rahmen. Ich mag das Cover sehr, aber auch die Originalversion gefällt mir sehr gut.



Buchtrailer

Meinung:
Um dieses Buch bin ich schon eine ganze Weile herumgeschlichen und bin nun endlich dazu gekommen, es zu lesen.

(c) dtv - das junge Buch
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(c) dtv - das junge Buch
Erzählt wird uns die Geschichte aus unterschiedlichen Sichten. Die häufigste Perspektive ist die der siebzehnjährigen Evangeline - Evie - O´Neil,  die nach einem prekären Vorfall in ihrer Heimatstadt zu ihrem Onkel nach New York geschickt wird.
„Sie ist vielleicht neu in der Stadt, aber diese anmutige 17-jährige Sheba beherrscht ihr Handwerk vom Hexenhut bis zu den Knochen chinesischer Zauberkünstler. Man trifft sie beim Hüftenschwingen in der nächsten Spelunke, wie sie Kicher-Wasser hinunterspült und ihre blauen Augen zum Einsatz bringt, oder wie sie ihrem Onkel Will hilft, den verrücktesten Fall zu lösen, den der Big Apple je gesehen hat. Aber sie ist nicht nur eine schicke Dame, denn Evie O‘Neill kann ein Objekt in ihrer Hand halten und von A bis Z alles über dessen Besitzer erzählen. Wenn das mal nicht der Hammer ist!“ Quelle

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Ich bin mit Evie lange Zeit nicht warm geworden und fand sie erst zum Ende hin etwas sympathischer. Ich weiß auch nicht, ihre Art und Weise war mir etwas zu aufgedreht und ein bisschen zu viel. Dennoch mochte ich ihre Entwicklung sehr und bin gespannt, wie sie sich im nächsten Teil macht.
Auch Memphis Campell erzählt uns die Gesichte und ihn mochte ich sofort. Er hat so eine liebevolle Art, mit seinem kleinen Bruder umzugehen. Hoffentlich lesen wir im nächsten Teil mehr von ihm!
„Memphis Campbell ist ein 17-jähriger Laufbursche, der jedem hilft, seine Moneten unter die Leute zu bringen – egal, ob beim Pferderennen oder bei einer Beerdigung. Er sieht zwar aalglatt aus in seiner besten Kluft, aber es gibt nichts, das er mehr liebt als seinen Bruder Isaiah oder auf dem Friedhof zu sitzen und Gedichte in sein braunes Lederheft zu schreiben. Das Leben ist hart für diesen Harlem-Gauner, aber es sind seine Träume, die Memphis wirklich einen Schauer über den Rücken jagen: ein Auge mit einem Blitzeinschlag darunter, eine staubige, von Maisfeldern gesäumte Straße, ein großer Mann mit einem seltsamen Hut.“ Quelle

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Sam Lloyd finde ich sehr interessant und kann ihn noch nicht wirklich einordnen. Er kommt und geht und man weiß nicht wirklich, auf wessen Seite er steht. Es bleibt auch bei ihm sehr spannend für den nächsten Teil.
„Diesem eifrigen Küsser fliegen die Frauenherzen nur so zu … und ihre Handtaschen. Er trifft Evie in der Penn Station und hält sie irrtümlich für einen einfältigen Neuling. Aber schneller, als man „Autorücksitz“ sagen kann, hat er eine Leidenschaft für sie entwickelt, die größer ist als die Freiheitsstatue. Wer denkt, Sam ist nur ein durchschnittlicher Drugstore Cowboy, liegt falsch. Er hat ein Geheimnis, das einen ziemlich umhaut. Aber man sollte nicht versuchen, ihn danach zu fragen – er könnte direkt vor deinen Augen einfach verschwinden.“ Quelle

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Jericho Jones fand ich dagegen von Anfang an cool. Stille Wasser sind ja bekanntlich tiefund bei ihm trifft es voll und ganz zu.
„Von der Größe dieses stoischen Giganten sollte man sich nicht täuschen lassen – dieser gutaussehende Goliat ist gerissener als David! Er ist Onkel Wills persönlicher Assistent und somit die zweitwichtigste Person im „Museum für Amerikanisches Volkstum, Aberglauben und Okkultes“ und man wird ihn nie ohne einen alten Wälzer neben seinen riesigen Tatzen sehen. Was die Jagd auf den Pentagramm-Mörder angeht, zeigt Jericho vollen Einsatz. Und weil er dazu bestimmt wird, den grausamen Mörder aufzuhalten, muss er in seine eigene dunkle Vergangenheit fliehen. Evie hält Jericho für einen Waschlappen, aber ihre beste Freundin Mabel findet ihn zum Niederknien.“ Quelle

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Dann erzählt uns noch die freche Theta Knight ihre Geschichte, die alles andere als rosig ist. Sie ist ebenfalls ein sehr interessanter Charakter, von dem ich gerne mehr sehen möchte.
„Theta Knight ist ein echtes Ziegfeld-Tanz-Mädel, das es richtig krachen lässt! Man stellt sich vor, ein glamouröses Leben zwischen Rosen, Seiden-Pyjamas und Parties im Waldorf-Astoria würde dieses Energiebündel blenden. Doch alles was sie dafür übrig hat, ist ein Gähnen. Diese Schönheit mit Köpfchen sucht nach etwas anderem, etwas realerem. Und dann stolpert in einer verhängnisvollen Nacht der besagte Harlem-Poet in ihr Leben und ein Kuss verändert ihr Leben für immer.“ Quelle

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Henry DuBois erzählt ebenfalls seine Geschichte auch wenn er gegen die anderen Charaktere in diesem Teil etwas abfällt. Ich denke, er wird im nächsten Teil mehr in den Fokus rücken.
„Dieser Texteschreiber haut für die Ziegfeld Follies in die Klaviertasten. Aber was hat es mit seinem ewigen selbstgefälligen Grinsen auf sich? Es langweilt ihn, einfache Stücke für langbeinige Schönheiten zu schreiben. Er behauptet gerne, er könne sogar ein Lied über Darmträgheit schreiben – solange es „girl“ mit „pearl“ reimt, würde es Mr. Ziegfeld gefallen. Henry und Theta sind unzertrennlich, mehr Geschwister als nur beste Freunde. Denn als sie in die Stadt zog, kümmerte Henry sich um sie, und Theta wird es ihm niemals vergessen“ Quelle

Die Charaktere sind alle sehr detailliert und ausführlich ausgearbeitet worden. Für mich kam es an manchen Stellen sogar etwas zu ausgearbeitet rüber. Mich hat es etwas gestört, dass die einzelnen Charaktere so willkürlich erzählt haben und mittendrin die Perspektiven gewechselt wurden. So war mir nie ganz klar, wer erzählt jetzt was und welcher Charakter ist überhaupt relevant? Für mich persönlich war das etwas störend und ich bin dadurch nur schwer in die Geschichte reingekommen. Vielleicht ändert sich das im nächsten Teil noch ein wenig, denn es sind durchaus sehr interessante Charaktere dabei auf die ich noch sehr gespannt bin.

Die Grundidee des Buches hat mich sehr neugierig gemacht und war einer der Gründe, warum ich es unbedingt lesen wollte. Ich bin ein großer Fan vom Übersinnlichen, von Geistern und besonderen Fähigkeiten. Für meinen Geschmack kam das alles in diesem ersten Teil etwas zu kurz und es wurde zu langatmig von den verschiedenen Charakteren erzählt. Es war natürlich wichtig, alle ausführlich vorzustellen, nur hätte mir etwas mehr Kürze sehr zugesagt.
So erfahren wir zwar von den „Diviners“, aber sehr wenig. Ich hätte gerne schon mehr Informationen gehabt und hoffe, dass dies im zweiten Teil der Fall sein wird. Dennoch war es sehr spannend, die Mordserie aufzuklären, die Sekte aufzusuchen und die ersten übersinnlichen Erfahrungen zu machen. Denn eigentlich ist alles, was im ersten Teil passiert, nur die Einleitung zu etwas Großem. Das ist jedenfalls meine Einschätzung und ich bin sehr gespannt, ob ich richtig liege!

Auch die Liebe kommt nicht zu kurz, steht allerdings nicht so im Vordergrund, was mir gut gefallen hat. Es gibt zahlreiche „Baustellen“, die ganz viel Potential für tolle Liebesbeziehungen, Romantik und ganz viel Drama bieten. Ich lasse mich einfach mal überraschen, was da noch kommt.

Den Schreibstil der Autorin kannte ich bereits aus der „Gemma Doyle“ - Trilogie und er hat mir auch diesmal wieder gut gefallen. Sehr anschaulich, spannend und kreativ werden wir ins New York der 30er Jahre entführt, um Geister zu jagen und das Übersinnliche aufzuklären. Die ersten 400 Seiten konnte ich mich nicht entscheiden, ob ich das Buch weiterlesen oder weglegen sollte. Ich habe es dann aber doch ausgelesen und trotz einiger langatmiger Stellen wurde es besonders zum Ende hin sehr spannend, sodass ich das Buch gar nicht mehr weg legen konnte.

REIHE
 

„Die Diviners - Aller Anfang ist böse“ war für mich ein guter Auftakt, der noch viel Potential nach oben hat. Zwischenzeitlich hatte ich etwas mit den zahlreichen Charakteren und Perspektivwechseln zu kämpfen und für meinen Geschmack waren manche Stellen zu langatmig. Dennoch kann ich dieses Buch Fans von Libba Bray und  jedem empfehlen, der in eine Welt voller Übersinnlichem, ein New York der 30 Jahre und einen Kampf zwischen Gut und Böse eintauchen möchte. Es gibt viele tolle Charaktere, wo für jeden einer dabei ist. Lasst euch einfach überraschen.

Im Dezember 2015 erscheint bereits der 2. Teil der Reihe, „Die Diviners - Die dunklen Schatten der Träume“ von dem ich mich mal überraschen lasse.

Lg
Levenya


Verlag
 
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Fakten:
Gebundene Ausgabe: 704 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Oktober 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423760966
ISBN-13: 978-3423760966
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 16 Jahre
Originaltitel: The Diviners
Preis: 19,95€

1 Kommentar:

  1. Hallo! :)

    Ich find das Buchcover auch soooo schön. Trifft voll ins Schwarze bei mir.
    Das Buch selbst geistert nun auch schon ein Weilchen um mich herum, ABER ich wollte noch etwas meinen SuB abbauen UND ich warte bis zum Herbst. Ich stufe das Ganze ja in die Ecke Mystery ein und da passt das dann super in die allgemeine Herbststimmung, so um Halloween. Außerdem muss ich dann evtl. nicht so lange warten, bis Band 2 erscheint. Vorausgesetzt mir gefällt es auch ;)

    Liebe Grüße
    Becca
    http://book-a-loo.blogspot.de/

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