Rezension "Zeitrausch - Spiel der Zukunft"

Zeitrausch
-      Spiel der Zukunft
2/3

carlsen.de
Kim Kestner, geboren 1975 in Gifhorn, studierte Visuelle Kommunikation und gründete später eine Marketingagentur. Als Kind klebte sie gebannt an den Lippen ihres Vaters, der ihr immer fantastischere Geschichten erzählte. Irgendwann gingen ihm dann die Ideen aus, deshalb entschloss sie sich, selbst Geschichten zu erfinden. Doch erst als sie ebenfalls Kinder bekam und sich Gute-Nacht-Geschichten ausdenken musste, erinnerte sie sich wieder an ihre Idee und fing an zu schreiben. Heute veröffentlicht sie regelmäßig Fantasyromane und erzählt immer noch Gute-Nacht-Geschichten … Quelle

„Zeitrausch – Spiel der Zukunft“ ist der zweite Teil der „Zeitrausch - Trilogie“.

Erster Satz
„Das Messer in meiner Hand ist leicht.“

Klappentext:
Es soll die phänomenalste Fernsehshow werden, die es je gegeben hat: Die Linearität der Zeit wird aufgehoben, Menschen werden quer durch die Jahrhunderte geschickt und vor Herausforderungen gestellt, die im Falle eines Scheiterns ganze Generationen auslöschen können. So etwas hat es noch nie gegeben. Noch nie. Außer für Alison. Als man sie am 31. August 2015 für die erste Staffel ins 25. Jahrhundert holt, ist sie bereits vorbereitet. Sie hat dieses Spiel schon einmal gespielt, sie kennt seine Regeln, sie kennt ihre Zukunft. Und sie weiß, dass sie Kay wiedertreffen wird - einen jüngeren Kay, der sie noch nie zuvor gesehen hat. Doch auch sie weiß nicht alles…

Cover:
Das Cover finde ich schön und sehr passend gestaltet. Die Farben passen für mich sehr zum Thema „Zukunft und ist ein schöner Kontrast zum ersten Cover. Ein Gebäude der Zukunft ist im Hintergrund zu sehen. Zudem ist ein Ziffernblatt und das Innenleben einer Uhr zu sehen. Alles Symbole, die man im Nachhinein toll mit der Geschichte in Verbindung bringen kann. Ich finde das Cover großartig gewählt. Mich hat es einfach angesprochen und neugierig gemacht.


Meinung:
Ich hatte das große Glück, den ersten und den zweiten Teil der „Zeitrausch – Trilogie“ von Kim Kestner bei der lieben Ka-Sa von Ka-Sas-Buchfinder zu gewinnen! An dieser Stelle noch einmal tausend Dank dafür!

Die Geschichte erfahren wir aus Sicht von Alison Hill und schildert zu Beginn die zwei Jahre Vorbereitung auf die tödliche Spielshow. Eigentlich ist sie ein ganz normaler Teenager und führt ein ganz normales Leben. Mit ihren beiden Eltern und ihrem kleinen Bruder  lebt sie in einer kleinen Holzhütte im Wald und ist ganz zufrieden. Doch als sie eines Morgens vor zwei Jahren erwachte, spürte sie sofort, dass etwas anders ist. Ihr Bruder war spurlos verschwunden und schlimmer noch, ihre Eltern behaupteten, dass sie nie einen Bruder gehabt hätte. Alison wurde in die Zukunft befördert und fand sich in einer perfiden Spielshow wieder in der es um nichts weniger als ihr Leben ging.
Nun bereitet sie sich akribisch auf die Spielshow vor, denn sie weiß, dass sie in nicht weniger als zwei Jahren erneut geholt wird. Diesmal als Scout.

Alison ist ein sehr starker Charakter, mit dem ich sofort warm geworden bin. Ich finde sie sehr sympathisch, da sie für ihr junges Alter eigentlich schon ganz genau weiß, wer sie ist und dazu steht. Für ihre Liebsten würde sie wirklich alles tun und stürzt sich mutig in die Challenges. Zudem ist sie sehr klug, einfühlsam und tapfer. In diesem Teil hat sie einen sehr harten Zug angenommen und wirkt leicht verbittert, was ich ihr unter den gegebenen Umständen kaum verdenken kann. Allerdings hat sie mich auch ein wenig damit genervt, die Dinge nicht zu verstehen und teilweise sehr einseitig zu sein. Ich bin sehr gespannt, wie sie sich im letzten Teil noch entwickeln wird. Denn die Prüfungen, die vor ihr liegen, werden härter und härter.
Ihr gegenüber ist der mysteriöse und dunkle Kay. Diesmal ist er nicht ihr Scout sondern soll erst zu diesem werden. Er ist der Teilnehmer der Spielshow und Alison steht ihm als Scout zur Seite. Er ist arrogant, selbstverliebt und alles andere als der Kay, in den sich Alison verliebt hat. So scheint es. Ich finde es toll, dass man diesmal nicht sieht wie er sich entwickelt. Im ersten Teil haben wir den stark weiterentwickelten Kay kennen gelernt und treffen nun auf seine schwächere Version, die ich nicht leiden konnte.  Ich kann dann nur hoffen, dass der Kay im dritten Teil mir wieder gefällt..

Die Idee der Autorin fand ich grandios! Ich habe mit dem Buch angefangen und konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Das Reisen in der Zeit ist ein sehr spannendes Thema und leider habe ich viele schwache Zeitreisebücher gelesen. Aber dieses ist eines, welches das Thema toll aufgreift, nachvollziehbar erklärt und ganz neu verpackt. Die perfide Gameshow, in der Alison landet, hat mich zwar ein wenig an „Die Tribute von Panem“ erinnert, aber im Nachhinein war es doch etwas ganz anderes. Ehrlich gesagt, musste ich aber auch ganz konzentriert die ganzen Familienzusammenhänge, Zeitstränge und Zeitsprünge mit verfolgen, denn ansonsten kann man leicht den Überblick verlieren, aber das finde ich überhaupt nicht schlimm. Ich hoffe sehr, dass im dritten Teil noch weitere und vertiefende Erklärungen zum Thema Zeitreisen und Zeitsprünge kommen. In diesem Teil wurden bereits gute Erklärungen gegeben, aber für das Gesamtbild fehlt mir noch etwas und ich hätte da noch Fragen, die hoffentlich beantwortet werden. Weiterhin bleibt für mich auch die Frage offen, warum ausgerechnet Alison ausgewählt wurde. Aber vielleicht ist das auch gar nicht wichtig?
Mir hat es auch sehr gefallen zusammen mit Alison und Kay in die verschiedenen Epochen zu reisen und habe jedes Mal mit gefiebert. Toll fand ich, dass Alison endlich lernt, kontrolliert zu springen, auch wenn das erst ziemlich spät geschieht. Leider bin ich diesmal nicht so gut in das Buch hineingekommen, wie im ersten Teil. Das Training von Alison, das durchaus wichtig ist, hat mir einfach zu lange gedauert. Bis sie dann endlich geholt wurde, war ich schon ganz unruhig. Und auch die Zeitspanne, wo Alison wieder von Kay getrennt ist, hat sich für mich endlos angefühlt und hat etwas an meinen Nerven gezehrt. Aber das soll die wunderbare Geschichte nicht mindern.

Die Beziehung zwischen Alison und Kay wird in diesem Teil auf eine harte Probe gestellt, denn nur Alison kann sich an die gemeinsame Vergangenheit erinnern. Denn für Kay liegt es in der Zukunft. Trotzdem ist und bleibt ihre Beziehung etwas ganz  besonderes. Die beiden verbindet mehr, als sie wissen. Es ist eine wunderbare tragische Liebesgeschichte, die einem erst das Herz aufgehen lässt und einen dann zum Schluchzen bringt. Die beiden, die eigentlich füreinander bestimmt sind, werden durch diese perfide Gameshow und die Zeitsprünge getrennt. Ich hoffe ganz stark, dass die beiden zu einem Happy End kommen werden!

Die Autorin hat einen ganz wunderbaren leichten, dynamischen und anschaulichen Schreibstil, der einen dazu verleitet, weiterzulesen und das Buch nicht mehr weg zu legen. Sie erschafft einen unglaublich interessanten Schauplatz und verpackt sehr spannende Themen in die Geschichte ein, sodass die Spannung keine Sekunde abfällt und stetig steigt.

Reihe
Charakterstarke Protagonisten, eine düstere Zukunft, Zeitsprünge und eine Liebe, die vor schweren Prüfungen steht. „Zeitrausch – Spiel der Zukunft“ ist ein ganz wunderbarer zweiter Teil, der mich überzeugt hat. Ich persönlich warte jetzt ungeduldig auf den Abschlussband, der am 04. Dezember 2014 erscheinen soll.

Diese Buchreihe kann ich wirklich nur jedem empfehlen, der Zeitreisen mag, auf tolle Charaktere treffen möchte und eine fesselnde Liebesgeschichte erleben will.

Lg
Levenya




Verlag
Bild


Fakten:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1449 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 383 Seiten
Verlag: Impress (5. Juni 2014)
Sprache: Deutsch
ASIN: B00KDKKONU
Preis: 3,99€

Kommentare:

  1. Schöne Rezi, Levenya, ich warte auch schon sehnsüchtig auf das Finale! Bin sehr gespannt:)

    LG und einen schönen Mittwoch,
    Claudia

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    1. Hey :)
      Wie schön, dass dir meine Rezension gefällt. Ja, ich bin auch schon sehr gespannt auf das Finale. Eine wirklich tolle Reihe muss ich sagen :)

      Lg
      Levenya

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