Rezension "Voyeur"



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JENS KOCH PHOTOGRAPHY
Simon Beckett arbeitete als Hausmeister, Lehrer und Schlagzeuger, bevor er sich ganz dem Schreiben zuwandte. Als Journalist bekam er Einblick in die Polizeiarbeit, und dieses Wissen verarbeitet er in seinen Romanen.

Allein in Deutschland wurden bereits 7 Millionen Bücher des Autors verkauft. Für einige seiner Thriller hat er auf der «Body Farm» in Tennessee recherchiert. Der Autor ist verheiratet und lebt in Sheffield. Quelle
 
Erster Satz

„Anna und Marty waren ganz offensichtlich ineinander verliebt, und als ich beschloss, ihre Beziehung zu beenden, war mir klar, dass ich Hilfe brauchen würde.“

Klappentext:
Du gehörst mir… 

Für den Londoner Galeristen Donald Ramsey ist Leidenschaft ein Fremdwort. Die Schönheit von Frauen bewundert er nur in Kunstwerken. Sein plötzliches Interesse an Anna, der neuen Assistentin, ist daher ungewohnt für ihn. So ungewohnt, dass Donald jemanden anheuert, um die junge Frau verführen zu lassen: Zeppo ist für diesen Job wie geschaffen – attraktiv, charmant und vollkommen skrupellos. Eine perfekte Intrige nimmt ihren Lauf. Doch Menschen sind keine Gemälde. Und ihr Preis hat nichts mit Geld zu tun ... 

Wenn Besessenheit zum Mord führt: Die Geschichte einer sexuellen Obsession.

Cover:
Das Cover ist sehr schlicht gestaltet. Ganz einfach in Weiß und der Titel ist groß in rot darauf geschrieben. Ein einziges Wort. Aber es sprang mir sofort ins Gesicht und machte mich neugierig, sodass ich es mir einmal genauer anschauen musste. Weniger ist manchmal einfach mehr.


Meinung:
Nachdem ich mit großer Begeisterung „Leichenblässe“ von Simon Beckett gelesen hatte, fiel mir nun dieses Werk von ihm in die Hände und es war im Nachhinein etwas ganz anderes, als ich erwartet hätte. Im Vorwort dieses Buches schreibt Simon Beckett, dass „Voyeur“ sein erster veröffentlichter Roman ist, den er zwischen 1991 und 1992 schrieb. Deshalb seien auch hier vorab die Stimmen gewarnt, die nach dem Lesen des Buches enttäuscht sein könnten, dass die älteren Werke Becketts nicht so gut seien wie seine heutige David-Hunter-Serie.

Die Geschichte erfahren wir aus Sicht des etwas in die Jahre gekommenen Kunstkritikers Donald Ramsey. Er lebt sehr zurückgezogen und hat für andere Menschen nicht viel übrig. In seiner eigenen Welt ist er zufrieden, bis er eines Tages seine Assistentin Anna beim umziehen beobachtet. Seit diesem Moment wird Anna zum Objekt seiner Begierde. In seiner Fantasie will er nicht mit ihr zusammen sein, sondern als heimlicher Voyeur Anna beim Liebesspiel mit dem passenden Partner beobachten. Diese Begierde treibt ihn soweit, dass er schließlich auch vor Mord nicht zurückschreckt.
Mit seinem Bekannten Zeppo, den er für das Liebesspiel mit Anna ausgewählt hat, entwickelt er bald einen perversen Plan, den die beiden in die Tat umsetzen – koste es was es wolle. Das dabei Leben, Beziehungen und Zukünfte zerstört werden, schreckt die beiden nicht ab. Zwei sehr kranke und verdrehte Charaktere, die Simon Beckett in diesem Werk aufeinander treffen lässt und die alles, was ihnen in den Weg kommt, zerstören.

Ich bin zwar in diesen Band etwas schwieriger rein gekommen als zuvor in Leichenblässe“, aber dennoch hat mich das Buch sehr gefesselt und ich konnte es nicht aus der Hand legen. Der Schreibstil von Simon Beckett ist super. Ganz klar und deutlich beschreibt und erzählt er seine Geschichte und schafft es dabei, von der ersten bis zur letzten Seite die Spannung aufrecht zu erhalten und den Nervenkitzel weiter und weiter in die Höhe zu treiben. Ein Schreibstil, der dazu veranlasst, dass Buch nicht mehr aus der Hand legen zu können.
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Auch wenn mich dieser Band nicht so sehr überzeugt hat wie zuvor „Leichenblässe“, fand ich ihn dennoch sehr gelungen und empfehlenswert.

Das neuste Werk von Simon Beckett und gerade erst erschienen ist „Der Hof“.

Levenya

Meine Wertung:
♥♥♥♥♥


Verlag
 
Quelle 


Fakten:
Taschenbuch: 380 Seiten
Verlag: Rowohlt (April 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499249170
ISBN-13: 978-3499249174
Originaltitel: Fine Lines
Preis: 9,99€

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