Rezension "Freaks"



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Freaks - in geheimer Mission -


Kieran Larwood startet mit seinem Debütroman „Freaks – in geheimer Mission“ durch. 2011 gewann er mit diesem Roman den Times-Chicken-House-Schreibwettbewerb. Im Hauptberuf ist er eigentlich einer von nur zwei männlichen Vorschul-Erziehern auf der britischen Insel Isle of Wight. Er lebt mit seiner Familie auf der Isle of Wight, und träumt davon nur noch Bücher zu schreiben.


Klappentext:

London 1851. Nachts treten sie als schaurige Attraktionen in einer Freakshow auf. Sheba, das Wolfsmädchen, Sister Moon, die schneller ist als der Blitz, der Riese Gigantus und Monkeyboy, die menschliche Stinkbombe. Aber bei Tage ermitteln sie. Denn in der Themse verschwinden Kinder auf mysteriöse Weise. Schnell finden die Freaks eine erste Spur. Doch warum werden sie plötzlich verfolgt? Und was hat es mit der verschleierten Frau in Schwarz auf sich?

Meinung:


Aus Sicht von Sheba, dem Wolfsmädchen tauchen wir sofort ein ins England des 19. Jahrhunderts. Liebevoll, schüchtern, aber treu und mutig beginnt unsere Protagonistin mit ihrem Gefährten Flossy, dem zweiköpfigen Lamm, eine abenteuerliche Reise nach London. Dort tritt sie mit anderen Freaks, Sister Moon, die schneller ist als der Blitz, der Riese Gigantus, Mama Rat und Monkeyboy, die menschliche Stinkbombe, in der Show von Mr. Plumpscuttle auf.

Kieran Larwood erschafft hier einen liebevollen und bunten Haufen an Charakteren. Die Freunde bringen alle für sich etwas ganz besonderes mit in die kleine Familie. Facettenreich, humorvoll und charmant wachsen die Freunde zu einer kleinen Familie zusammen.

Zum ersten Mal in ihrem Leben erfährt Sheba, was es heißt, Freunde zu haben, geliebt zu werden und für jemanden da zu sein. Gemeinsam machen sich die ungleichen Freunde auf eine geheime Mission, in der sie sich ungeahnten Gefahren gegenübersehen. Nicht nur, dass Sheba in eine ganz neue Welt eintaucht, zudem erfährt sie endlich mehr über ihre Vergangenheit, über ihre Heimat und über ihre Eltern.


Sehr charmant, einfühlsam und spannend erleben wir mit den ungleichen Freunden ein gefährliches Abenteuer, in dem alle über sich hinauswachsen und am Ende das Gute über das Böse siegt. Denn anders sein ist überhaupt nicht schlimm, solange man eine Familie hat, die einen liebt. Kieran Larwood hat einen sehr leichten und flüssigen Schreibstil, der dazu anregt unbedingt weiter lesen zu müssen und die Charaktere einfach bedingungslos zu mögen.

Für mich ist es ein Buch für jung und alt, das sich für jeden lohnt, der sich manchmal etwas anders fühlt. Und seien wir doch mal ehrlich, steckt nicht in jedem von uns ein kleiner Freak?

Ein rundum gelungenes Buch, das eine wunderschöne und spannende Geschichte erzählt, die ich jedem nur ans Herz legen kann.


Levenya




Fakten:

Gebundene Ausgabe: 288 Seiten, Verlag: Chicken House (25. April 2013), Sprache: Deutsch,
ISBN: 978-3-551-52050-0, Preis: 15,99€, Empfohlenes Alter: ab 12 Jahre



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