Rezension "Neva"

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Neva

„Zeit, dich emporzuschwingen, kleine Schneeflocke“

Sara Grant spricht in ihrem ersten Roman ein Thema an, dass einem über die eigene Zukunft, das eigene Handeln und vor allem das eigene Ich nachdenken lässt.



Klappentext:

Die 16-jährige Neva hat es satt, keine Antworten auf Fragen zu bekommen, die sie nicht einmal laut stellen darf: Warum wird ihr Heimatland von einer undurchdringbaren Energiekuppel von der Außenwelt abgeschottet? Warum verschwinden immer wieder Menschen spurlos? Und was ist mit ihrer Großmutter geschehen, die eines Tages nicht mehr nach Hause kam? Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Sanna beschließt Neva, Antworten zu verlangen und nicht mehr brav alle Gesetze und Regeln zu befolgen. Doch dabei verliebt sie sich nicht nur in den einen Jungen, der für sie tabu sein muss – sondern gerät auch in tödliche Gefahr …



Inhalt:

Heimatland wird von einer riesigen Energiekuppel abgeschirmt. Den Einwohnern wird seit Jahrzehnten erzählt, dass dies nach dem Terror nur zu ihrer Sicherheit sei. Außerhalb von der Protektosphäre befinde sich keinerlei Leben.

Wetter, Licht und andere naturelle Phänomene werden künstlich erzeugt bzw. nach Plan der Regierung geregelt. Neben dem Wetter regelt die Regierung auch einiges im Leben der Bewohner. So wird ihnen vorgeschrieben, welchen Beruf sie zu erlernen haben und das es das höchste Ziel für Frauen sei, Kinder zu bekommen, wenn diese volljährig werden.

Neva ist gerade 16 geworden und somit laut der Regierung von Heimatland erwachsen und alt genug, um Kinder zu bekommen.

Zusammen mit ihrer besten Freundin Sanna will Neva rebellieren und endlich dafür sorgen, dass die Energiekuppel geöffnet wird. Denn sie glauben nicht daran, dass dort draußen nichts mehr ist. Nevas Großmutter, die vor zehn Jahren spurlos verschwunden ist, war derselben Meinung.

Zusammen mit Nevas Freund Ethan, Sanna und einigen anderen planen sie eine erste Demonstration. Nicht wissend, wie gefährlich nahe der Feind – die Regierung – ihnen schon ist. Und dann ist da noch Sannas Freund, Braydon, zu dem sich Neva verbotenerweise hingezogen fühlt, obwohl ihr Instinkt ihr rät, ihm zu misstrauen.

Ein Geflecht aus Lügen, Trug und Schmerz zieht sich immer mehr über Neva zusammen, je mehr Geheimnisse und Wahrheiten sie über Heimatland erfährt. Als die Energiekuppel erneuert werden soll, sehen Neva und ihre Freunde die Möglichkeit, sich gegen Heimatland und der Regierung aufzulehnen und geraten in einen schweren Kampf um Liebe, Vertrauen und Wahrheit, in dem sie alles gewinnen oder alles verlieren können.



Meinung:

Es ist ein sehr gelungener Dystopie Roman, der einen wieder einmal zum Nachdenken anregt.

Von der ersten Seite an lässt einen die erdrückende Atmosphäre, die Neva und ihre Freunde umgibt, nicht mehr los. Man selber fühlt sich gefangen wie in einem Käfig und beobachtet von der Regierung. Verzweifelt ringt man danach, in Freiheit leben zu können.

Sara Grant spielt geschickt mit der Frage, was geschehen würde, wenn man Landesgrenzen schließt und sich vor fremden Menschen und fremden Gedanken abschottet.

Aus der Ich-Perspektive können wir verfolgen, wie Neva den Kampf ums Anderssein, um Freiheit und den Kampf um eine Zukunft auf sich nimmt. Sehr eindringlich beschreibt Sara Grant die Gefühle der Charaktere und die Umgebungen in Heimatland.



Man kann sich sofort in jeden einzelnen der Charaktere hineinversetzten. Man leidet mit Neva, die seit dem verschwinden ihrer Großmutter, mehr und mehr den Glauben an Heimatland verliert.

Ihr Aufbegehren und ihr Mut lassen einen das Buch nicht aus der Hand legen. Mehr und mehr Wahrheiten deckt sie auf und entfernt sich dabei immer mehr von ihrer Familie und ihren Freunden. Nicht nur ihr Aufbegehren entfremdet sie immer mehr von allen, sondern auch ihre verbotenen Gefühle für Braydon, den Freund von Sanna, dem sie misstraut und den sie zugleich liebt.


Obwohl die Freiheit für sie schon zum greifen nahe ist, nimmt sie am Ende alle Risiken auf sich, um die zu retten, die sie liebt.



Das Cover hat mir sofort gefallen und mich angesprochen.

Es ist ein braunhaariges Mädchen, dessen Gesicht man nicht sehen kann. Es könnte jede sein. So gleich, wie alle in dem Buch. Wäre da nicht die Schneeflocke, die mit aller Macht darum kämpft, anders sein zu dürfen …

Es macht neugierig auf den Inhalt des Buches und man muss auf jeden Fall einen Blick auf den Klappentext werfen.



Das Werk von Sara Grant zählt definitiv schon jetzt zu meinen Lieblingen. Ein Dystopie Roman, der nach mehr verlangt. Ich hoffe, dass wir schon bald mehr von Sara Grant lesen werden.




Ich kann euch nur nahe legen, dass Buch zu lesen. Ihr werdet nicht enttäuscht! 

Levenya




PS: Hier noch ein Interview mit Sara Grant, das ich sehr interessant fand: http://www.pan-verlag.de/interview/Sara+Grant



Fakten: Gebundene Ausgabe: 352 Seiten, Verlag: PAN Verlag (14. März 2011), Sprache: Deutsch, ISBN-10: 3426283484, ISBN-13: 978-3426283486, Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 13 Jahre, Originaltitel: Dark Parties, Preis: 16,99€

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